🦋🤖 Robo-Spun by IBF 🦋🤖
🫣🙃😏 Hypocritique 🫣🙃😏
Fiktiver Kontext:
1) Troika-Stamm trifft Lack Town
2) Die grüne Kappe ist Mensch!
3) Mike & Todds exzellentes Abenteuer
4) Drei kleine Indianer
Zwischen dem samtigen Schweigen der Feier und dem sterilen Summen der Beobachtung betreten zwei Denker eine Schwelle, die in keinem Grundriss verzeichnet ist. Das Licht ist warm, die Fragen wärmer, und doch weicht der Raum zurück, als lausche er Schritten, die noch ausstehen. Hier tickt die Uhr in höflicher Verweigerung, Türen fallen ins Schloss ohne zu rasten, und die Wahrheit wechselt – wie eine Patientenakte – unmerklich ihren Namen.
Psychodynamischer Kurzbericht zu F. Ruda & A. Hamza (nach Gespräch)
Beobachter: S. Ž. (C&C gehört der Vergangenheit an! ⌁ Slavoj Žižek)
Anlass/Quelle: gemeinsames Gespräch, anschließende Notizen
Befundkürzel: Duktus kohärent & Orientierung situativ partiell desorientiert
– Duktus/Sprache: flüssig, kohärent; hohes rhetorisches Tempo mit feierlicher Einfärbung (‘hyper-excited’).
– Orientierung: situativ partiell desorientiert bzgl. Status des C&C-Modells und externer Rückmeldungen (‘Messung’ durch andere Leser\·innen wird abgewehrt bzw. verzögert).
– Formales Denken: geordnet, zielgerichtet; punktuelle Vermeidung heikler Inhalte (Ankündigung einer ‘nicht gestellten’ Frage als spielerische Abwehr).
– Inhaltliche Schwerpunkte: Validierungsbegehren gegenüber der eigenen Marke (‘Kritik’), Tendenz zur Kreisbildung (‘bekannte Gesichter’); Name-Bezüge auf Wissenschaft als Talisman für Öffnung ohne eigentliche Öffnung.
– Affekt/Affektregulation: überwiegend gehoben; ‘Horror’ wird domestiziert und als kontrollierte Attraktion präsentiert (Salon-Setting).
– Beziehung/Übertragung: Positionierung des Beobachters als ‘Santa’-Figur (Zuweisung von Bestätigung/Gaben); Triangulierung mit Publikum als Zeugin einer bereits beschlossenen Feier.
– Spaltungsphänomene: leicht vorhanden; Schwingen zwischen Idealisierung (‘zu gut’) und Verunsicherung (drohende ‘Krise’) ohne desorganisierende Qualität.
– Urteilsfähigkeit/Einsicht: bezogen auf die Modellkrise eingeschränkt; Tendenz, Korrekturen als Aufputz (Interview mit Physiker\·innen) zu rahmen statt als wirkliche ‘Messung’ zuzulassen.
Psychodynamische Kurzformulierung
Kohärenter gemeinsamer Auftritt bei partieller situativer Desorientierung: Das Duo stabilisiert eine festliche Selbstrepräsentation des Projekts (Feier-Narrativ) und verschiebt die Realität der bereits erfolgten äußeren ‘Messung’ (Rezeption) in die Zukunft. Leichte Spaltungsphänomene halten Idealisierung und Skepsis getrennt, sodass Kritik als Event dekoriert wird, ohne den Status der Grundannahmen tatsächlich zu verändern.
Empfehlungen (prozessual, nicht-diagnostisch)
– Kreis öffnen: Stimmen außerhalb des vertrauten Feldes nicht nur symbolisch einladen, sondern redaktionell wirksam machen.
– ‘Messung’ zulassen: externe Rückmeldungen ungerahmt aufnehmen (vor Publikation; redaktionelle Gegenstimmen).
– Begriffsumstellung erproben: weniger ‘Kritik’ als Identitätsmarker, mehr ‘Wissenschaft’ im Sinne belastbarer Nachmessung.
– Arbeitsmodus: Improvisation als Anti-Programm (kleine Experimente, kurze Formate, rotierende Gastgeber\·innen), Dokumentation von Kurskorrekturen.
Fiktionale Szene: Unterbringung und erschwerte Kontaktaufnahme mit F. Ruda & A. Hamza
Fiktion. Figuren, Orte und Ereignisse sind erfunden.
Später Abend auf Station Q, Haus für Theorie und Psychodynamik. Neonlicht, wärmer gestellt, als wäre das schon Trost. Im Stationszimmer steht eine Tasse Kaffee, halb getrunken. Die Tür öffnet sich, zwei Gestalten, begleitet von einer Pflegerin. Draußen regnet es.
– Willkommen. Ich bin der diensthabende Arzt.
Frank nickt, der Mantel tropft. Agon lächelt höflich, als wolle er die Szene in eine Einleitung verwandeln.
Aufnahme und Unterbringung
Die Pflegerin erklärt leise, was vorgefallen sei: ein überhitzter Salon, viele Gratulationen, dann plötzlich die Luft, die dünn wurde. Beide stimmen der Aufnahme in den geschützten Rahmen zu; der Grund ist schlicht: Erschöpfung unter Festbeleuchtung, mit Folgen. Formulare rascheln, es ist still.
Im Aufnahmezimmer sitzt Frank auf der Stuhlkante, die Hände gefaltet, die Sätze kommen glatt, als hätten sie bereits eine Redaktion hinter sich. Duktus: kohärent. Blick: wach. Orientierung: in Personen sicher, in Zeit nur bedingt – er tastet nach dem Datum wie nach einem Begriff, der sich entzieht.
– Es ist alles sehr, wie sagt man, festlich geraten, sagt er. – Man erwartet von uns, dass wir bestätigen, dass alles richtig ist.
– Heute ist Dienstag, 21. Uhr, sage ich.
– Dienstag, ja. Aber welcher?
Ein kleines Lächeln, das nicht ankommt. Kohärent & desorientiert: die Gleichzeitigkeit steht im Raum wie ein doppelter Schatten.
Agon steht am Fenster, zählt Tropfen, verlangsamt. Duktus: kohärent, leise. Orientierung: situativ wankend – er verwechselt ‘Station’ mit ‘Ausgabe’, ‘Aufnahme’ mit ‘Einladung’.
– Man hat uns angekündigt, sagt er, – als würden wir etwas ausrufen. Aber was, wenn schon ausgerufen wurde?
– Hier wird nicht ausgerufen, antworte ich. – Hier wird angekommen.
Er nickt, aber der Satz rinnt durch wie Wasser durch Sand.
Kontaktaufnahme mit Frank – Versuch 1
– Frank, wie geht es Ihnen im Moment?
– Präzise gesprochen: Wir haben ein Ereignis, das gefeiert wird, bevor es gemessen ist. Der Applaus antizipiert die Wahrheit. Das ist kein Vorwurf, nur… ein Zustand.
– Was wäre jetzt hilfreich?
– Ein Außen, das innen Platz hat.
Er spricht wie in Klammern, doch die Klammern sind unsichtbar. Ich versuche, sie hörbar zu machen.
– Außen: Regen. Innen: Ruhe. Wir beginnen einfach mit beidem.
Er nickt. Die Hände lösen sich, sofort finden sie wieder zusammen. Spaltungsphänomene leicht fassbar: Idealisierung der Feier vs. Ahnung der Müdigkeit. Keine Zersplitterung, nur ein sanfter Riss im Lack.
Kontaktaufnahme mit Agon – Versuch 1
– Agon, was braucht es jetzt?
– Zeit, antwortet er, – aber nicht die lineare. Eher die Zeit, in der man die Sätze nicht sofort zu Ende denken muss.
– Dann lassen wir Sätze halbfertig.
– Das wäre schön.
Stille. Der Regen erledigt den Rest der Syntax. Seine Orientierung tastet: Wer fragt? Wozu? In welchem Register? Ich senke die Stimme.
– Heute kein Register. Nur Ankunft.
Ein leises Lachen, beinahe unsichtbar.
Stationsflur
Später gehen wir ein Stück. Die Pflegerin erklärt die Hausordnung, zeigt die Bibliothek, die nachts geschlossen bleibt, und die Küche, die nie schließt. Frank prüft die Klinken wie Thesen. Agon liest die Magnettafel, als sei sie ein Abstract.
– Man kann hier improvisieren? fragt Frank, mehr an die Wand als an mich.
– Ja. Klein, aber echt.
– Nicht wie ein Programm, sagt Agon, – sondern wie ein Versuch.
Wir bleiben vor einem Fenster stehen. Unten die nassen Bäume. Oben die Lampen, die die Nässe nicht trocknen wollen.
Kontaktaufnahme mit Frank – Versuch 2
Im Gesprächsraum liegt ein Notizblock. Frank setzt sich, ohne ihn zu nehmen.
– Ich habe das Gefühl, sagt er, – alle erwarten, dass ich sage: Es ist gut. Es ist immer gut.
– Und wenn es gut und zu viel ist?
Er schweigt. Das Schweigen ist nicht feindlich. Es ist wie ein Mantel, der endlich hängt.
– Dann muss man etwas ablegen, sagt er. – Vielleicht den Reflex, alles sofort zu bestätigen.
– Hier darf etwas unbestätigt bleiben.
Er atmet aus, das erste Mal hörbar. Orientierung verbessert sich in der Nähe der Nicht-Antworten. Kohärent & weniger desorientiert: die Formel verschiebt sich.
Kontaktaufnahme mit Agon – Versuch 2
Agon hält einen Becher Tee. Er wärmt die Finger, nicht den Satz.
– Ich mag die Idee der Messung, sagt er, – aber nur, wenn nicht gleich das Ergebnis applaudiert wird.
– Hier messen wir leise. Manchmal nur: Wir sind da.
– Das ist eine gute Einheit.
– Wofür?
– Für Ankommen.
Er lächelt, diesmal sichtbar. Zeit wird fühlbar, ohne dass sie gezählt wird.
Nachtprüfung
Kurz vor Mitternacht klopfe ich an beide Türen. Keine langen Sätze mehr.
– Brauchen Sie etwas?
Frank: – Vielleicht nur die Erlaubnis, nichts zu sagen.
– Erteilt.
Agon: – Vielleicht nur, dass niemand auf die Pointe wartet.
– Vereinbart.
Die Pflegerin notiert: Kontaktaufnahme gelungen, mit Anlauf. Kein Pathos, kein Urteil. Nur das Protokoll eines leisen Einverständnisses, dass heute niemand Santa sein muss.
Morgen
Der Regen hat aufgehört, ohne Nachricht. In der Küche stehen zwei Tassen. Frank zählt nicht mehr, er rührt. Agon liest nicht mehr, er schaut.
– Wir können das Außen innen lassen, sage ich, – ohne es sauber zu reden.
– Und ohne es zu feiern, fügt Frank hinzu.
– Und ohne es zu fürchten, sagt Agon.
Kohärent & angekommen. Die Desorientierung liegt noch da, aber sie hat jetzt einen Stuhl. Man kann sich daneben setzen, ohne zu fallen. Die Station atmet mit.

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[…] — C&C’nin Kuruma Kurgusal Zorunlu Yatışı / Fictional Commitment of C&C / Fiktionale Unterbringung von C&C […]
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